Dilemma einer Workingmum | der Kinderspielplatz!

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Der GGHH ist auf Dienstreise. Fast schon in bewährter Tradition wagt sich die Workingmum an einen Blogpost … ein paar treue Leser hab ich ja, und für euch, ihr Lieben, schreib ich mal wieder. Die Kinder sind im Bett – beide schlafen. War etwas schwieriger heute … Und Mama hat jetzt Zeit für sich, sogenannte ME-Time. Wunderbar. Ich hätte eine unendlich lange Liste an Dingen, die ich erledigen sollte, habe aber null Bock drauf!

Heute starte ich mal mit einem kleinen Update – was sich so in den letzten Wochen alles getan hat. Wir habens, wie üblich, total langweilig und unaufregend. Und ich bin so furchtbar dankbar über dieses unaufregende Leben, dass wir da gerade führen. Die Aufregungen werden lediglich gelegentlich an uns herangetragen. Durch selbige müssen wir durch – ob wir wollen oder nicht.

Haus der Workingmum

Da wär zum Beispiel unser Haus. Am 15. September hat quasi der letzte Handwerker das Haus verlassen – fast. Es gibt/gab noch ein paar kleine, offene Themen …

Wir haben einen wunderhübschen klitzekleinen „Schwedenofen“ aus Norwegen. Der hat uns die ein oder andere Aufregung beschert. Inzwischen wissen wir, wir dürfen ihn so behalten wie er ist und es darf geheizt werden! Heyaaaaah! Kein Rückbau notwendig! Halleluja!!!

Wir warten noch auf das Fliegengitter für die Terrassentür im Schlafzimmer. Und der Blitzschutz ist auch noch nicht ums Haus gewickelt. Tja … Dafür hat der GGHH das „Stiegenhaus“ geweißelt. Ein Traum. Und das Badezimmer im oberen Stock ist gelinde gesagt, noch ein eigenes „Bauvorhaben“. Aber, der Winter steht ja schon knapp vor der Tür und wir hoffen auf 2-3 grausliche Wochenenden, an denen wir dieses Projekt dann umsetzen dürfen. Nachdem wir ja ein weiteres Badezimmer haben, pressierts ja nicht so.

Sonst sind wir ganz zufrieden und erfreuen uns an den neuen Quadratmetern und darüber, dass wir dieses Projekt heuer über die Bühne gebracht haben.

Ich bin wieder bei der aktuellen #instagraminteriorchallange mit dabei – wer Interesse am Innenleben hat, kann gerne mal auf meinen Account hüpfen, da gibts Einblicke … auch in die Sockenschublade der Workingmum. #fürmehrsockenaufinstagram

Familienleben der Workingmum

Inzwischen bin ich ganz im 40er angekommen. Und 40 ist super! Irgendwann wird er auch gebührend gefeiert, dieser 40er … bis zum 41er hab ich ja noch ein paar Tage. Da muss sich was ausgehen im kommenden Jahr. Verändert hat sich seither nicht wirklich was. Abgesehen von ein paar Lachfalten mehr –  und die (noch vereinzelten) grauen Haare sind eine Spur widerspenstiger als davor. Damit kann ich leben. Die Kinder und der Zirkus rundherum lassen nicht viel Zeit zum Raunzen.

Apropos Kinder – ja, die wachsen und gedeihen. Inzwischen kann man sogar sagen, sie spielen gelegentlich miteinander. Das große Mädl hat eine Mega-Freude, wenn sie dem kleinen Bruder die Welt erklären kann. Manchmal spielt er mit, nicht immer … dann wirds, wie eh schon gewohnt, ziemlich laut und die Tränen schießen senkrecht aus den Augen – bei beiden Kindern. Da kommt dann eh wieder die Schiri-Mama ins Spiel.

Spielplatzdilemma der Workingmum

Ich hab da aktuell so ein anderes Dilemma – möglicherweise eher mit mir selbst – aber ich erzähls euch, weils mich beschäftigt und zwischendurch echt nervt. Es geht um Wünsche und Bedürfnisse – von Mama und Kinder. Dieses Thema zu ignorieren schaff ich nicht. Vielleicht hat ja die ein oder andere Mama / Papa auch so eine Erfahrung gemacht.

Wie wir unser Arbeits- und Familienleben gestalten, ist inzwischen eh mehr als bekannt. Ich arbeite zwei Tage am Stück, das heißt, in der Zeit ist das große Mädl im Kindergarten und der kleine Bub bei der Omi. Es gibt noch einen dritten Tag, den der GGHH und ich uns als Reserve frei halten (also nur mit einem Kind verbringen) um ggf Termine wahrnehmen zu können oder (ich) bei Bedarf dem Broterwerb zumindest für ein paar Stunden nachgehen kann.

Jetzt ist es mir wichtig, mit meinen Kindern gemeinsam Dinge zu unternehmen. Mal machen wir einen Ausflug, oder werkeln gemeinsam in der Küche. Wir basteln, malen oder spielen einfach nur. Wir sind auch viel im Garten. Das geht sich bei uns de facto nur an zwei Nachmittagen (unter der Woche, weil das Wochenende rennt sowieso ganz anders ab) aus. Ich mag diese Zeit gemeinsam mit den zwei. Zwischendurch ists zwar anstrengend, aber das gehört zum Leben dazu.

Nebenschauplatz: Kinderspielplatz

Wir wohnen unmittelbar neben dem Spielplatz der Ortschaft. Also Zaun an Zaun. Unser Zaun ist hoch – man sieht also nicht herein. Das war unser erster Task, nachdem wir erfahren haben, dass dort ein Kinderspielplatz gebaut wird. Weil – erstens, will ich nicht, dass mir Hinz und Kunz in den Suppentopf, auf die Terrasse und in den Garten rein schauen. Und zweitens, wenn ich im Garten bin, mag ich auch nicht mit allen quatschen, die zufällig gerade am Kinderspielplatz sind. Ich mag mich auch nicht jedes Mal rechtfertigen, warum ich mit den Kindern nicht am Spielplatz bin, sondern im Garten. Ich mag unseren Garten und wir haben ausreichen Attraktionen um den Kindern die Zeit im Garten kurzweilig zu gestalten – es besteht also kein Bedarf ständig am Kinderspielplatz abzuhängen.

Wenn also Freunde der Kinder am Spielplatz sind, dann dürfen sie das gerne auch ohne unseren Kindern sein. Wir würden sonst nur am Spielplatz sein, weil immer jemand dort ist. Wir haben auch zu Hause „Programm“ – und ich spring nicht jedes mal im Kreis wenn eine Freundin oder Freund der Kinder dort seine Freizeit verbringt. Ich überlasse auch ungern anderen Eltern die Obsorge meiner Kinder am öffentlichen Spielplatz, auch wenn es nur auf der anderen Seite des Zauns ist. Ich bin gerne selbst dabei, weil ich meine beiden wilden Rabauken kenne. Gerne beim privaten Playdate bei den Freunden zu Hause oder bei uns. Aber nicht am Spielplatz. Egal, aber da bin ich eigen. 😉

Wenn dann – on Top – noch dazu kommt, dass bei uns angeläutet wird, um unsere Kinder auf den Spielplatz zu lotsen, dann ist das aus Sicht der Kinder und Freunde (und deren Eltern) zwar nett und lustig, aber für mich bedeutet das Stress pur. Weil eventuell und möglicherweise hatte ich gerade mit meinen Kindern was vor, im Garten oder sonstwo. In meinem Kopf rattert es – Bedürfnis – Wunsch – Bedürfnis – Wunsch – Mama – Kinder – Mama – Kinder … Und ich bin zu dem Zeitpunkt meistens nicht kompatibel für Geraunze, Gejammer und Tränen von zwei Kindern. Weil, ja die Große, die könnte ich möglicherweise auch alleine rüber lassen (Wobei, das letzte mal – pfff … dieses Mädl ist von diesem Kletterturm gesprungen „von ganz oben MAMA!!!“ … nein, noch nicht alleine!), aber der Kleine – no way!!!

Die Laune der Workingmum

Egal was ich vorhatte, das kann ich mir in der Sekunde abschminken. Komplett!!! Wenn ich mit der Großen alleine bin, das kommt maximal alle zwei Monate einmal vor, dann freu ich mich sehr auf unseren Mädlszeit und ich überleg mir meistens ein nettes Programm mit ihr. Kommt da so ein ungeplantes, spontanes Spielplatz-Date in die Quere, könnt ich auszucken. Möglicherweise gekränkte Mama, weil mir die „nur-wir-Mädls-Zeit“ geraubt wird.

Steht also so ein „Date“ vorm Tor, hab ich ein Problem. Weil – erstens waren wir beschäftigt. Zweites, die Große hat da wenig Verständnis für „meine“ Beschäftigung. Und der kleine Bub will natürlich mit, mit, mit, … so – und ich??? Ist natürlich vollkommen egal, wies mir damit gerade geht! Bedürfnis – Wunsch – Bedürfnis – Wunsch …

Jetzt kann ich dem Gejammer folge leisten und alles stehen und liegen lassen und mit den Kindern gemeinsam die Seite vom Zaun wechseln. Oder Ich mache ein Teilzugeständnis, lass nur das große Mädl rüber, hab dann aber gleichzeitig einen heulenden, brüllenden Junior auf der anderen Seite des Zauns picken. Oder, ich bleib konsequent und bleib bei meinem Vorhaben.

Tja, egal wie ich mich entscheide, ich bin definitiv die Puhhh-Frau. Außerdem ist meine Laune im Keller. So sitz ich dann am Spielplatz (das mit der Schauspielerei hab ich nicht so drauf!) und darf mir hinterher über Mittelsmamas anhören, warum ich denn soooo grantig drein schau. Ja, warum wohl auch???

Mamas Wunsch? Kinders Bedürfnis? Oder umgekehrt?

Ich bin ja keine Böse nicht, aber wenn ich eine wäre würde ich mal folgendes in den Raum stellen: Es gibt auch Mamas, denen ist fad mit den eigenen Kindern, oder sie wissen sich nicht mit ihnen zu beschäftigen. Ich bin keine helikopternde Zwangsbeglückerin meiner Kinder. Ihnen darf auch gern mal langweilig sein, die rund-um-die-Uhr-Bespielung ist nicht mein Fokus. Genauso wie es zwischendurch mal langweilig sein darf, gehört das spielen mit Freunden oder Geschwisterkinder auch dazu. Zu Hause, im Kindergarten oder auf dem Spielplatz. Mir kommts auf die Mischung an. Von allen a bissl was … aber keine Überdosis. Bitte!!!

Jetzt könnte ich ja froh und dankbar sein, dass meine Kinder so gefragt sind als Spielkameraden. Und wenn es dann noch potentielle Aufsichtspersonen gibt, die das eigene Mini-Volk am Spielplatz mitbeobachten. Sicherlich. Voll supa! Aber ich mag das einfach nicht so auf diese Art … ist das schlimm?

Nachvollziehbar oder total gaga?

Kann das jemand nachvollziehen? Bin ich schrullig, egoistisch, unflexibel, gemein??? Bring ich da Wunsch und Bedürfnis von mir und den Kindern kräftig durcheinander. Um auf mein Dilemma nochmals zurück zu kommen, in meiner Welt wäre zB ein kurzer Anruf vorher angebracht – so ein kurzer Chat von Mama zu Mama. Einfach nur um mal kurz die Lage zu checken. Möglicherweise könnte man sich auf eine andere Uhrzeit einigen. Oder, gerne kann auch ein Kind zu uns in den Garten kommen, muss ja nicht immer der Spielplatz sein. Aber es wär halt schön, wenn man sich da kurz, ganz kurz abstimmen könnte. Einfach nur des Familienfriedens wegen.

Gibts jemanden mit ähnlichen Erfahrungen oder ähnlich fieser Einstellung??? Bin ich da ganz allein mit meinen Wünschen und Bedürfnissen??? Würde mich über Feedback freuen …

In diesem Sinne …

5 Kommentare

  1. Hallo,
    ich kenne Dich bzw. Deinen Blog (noch) nicht, aber ich finde diesen Artikel toll…mir voll aus der Seele geschrieben 😉 Bei uns ist es ähnlich mit dem Spielplatz, liegt aber gott sei Dank noch eine Straße zwischen, aber wir sehen ihn von uns aus. Meistens gibt es aber eine Whatsapp vorher, ob jemand mitgeht 😉 Und dann kann ich öfter mal sagen: nö, keine Zeit 😉 😉

    Ich glaube, wenn ich tatsächlich neben dem Spielplatz wohnen würde…ich würde auch oft überlegen, was ich mache. Allerdings denke ich dann immer, im Herbst/Winter sind sie eh nicht so oft da drüben, dann gehen wir halt mit rüber. Vorteil: Kinder sind abends kaputt und müde 😉 Nachteil: es bleibt was liegen, was ich oder wir machen wollten. Allerdings ist es bei uns auch so, dass wir oft im Garten sind und die Kinder sich auch woanders verabreden / Vereine haben, aber ich habe auch schon „nein“ gesagt 😉

    LG und ein schönes WE wünscht
    Ivi

    • Hallo liebe Ivi! Danke für dein nettes Feedback! Eben – diese kurze Abstimmung der Mamas geht mir ab. Bei uns ist grad im Herbst megaviel los am Spielplatz. Und im Sommer gg Abend. Meine zwei sind noch klein (4 u bald2), Vereine haben wir noch keine. Aber viele Freunde … mal schaun wie sich das mit dem Alter der Kinder weiterentwickelt! Alles Liebe, caro

      • Gerne!
        Bei uns ist der Frühling & Sommer Hochsaison. An schönen Tagen im Herbst auch noch, aber oftmals liegt er dann verlassen da. Wir waren auch schon oft die Einzigsten dort 😉 OK, meine sind schon 6 und 4, aber auch sie würde ich noch nicht alleine dort hingehen lassen. Ja, so langsam kommen die Vereine, Turnen und Volti und nun noch das Weihnachtsmusical, das ist genug, da dürfen sie dann an anderen Tagen auch einfach mal nur toben oder spielen. Die Jüngste fängt jetzt an, sich zu verabreden mit anderen. Die Freunde bei der Mittleren werden seit Schulanfang ein wenig vernachlässigt, geht leider nicht anders durch Hausaufgaben etc. Noch dazu fange ich demnächst wieder an, zu arbeiten, da müssen wir dann wohl einen ganz neuen Rhythmus finden 🙂
        LG

  2. Liebe Caro,

    ich sehe hier ziemliche Parallelen zu mir, aber nicht was den Spielplatz betrifft (bei uns leider keiner so nah ums Eck) sondern deine Reaktion. So wie ich das von außen sehe, geht’s dir wie mir oft, dass du dir denkst, die anderen müssen doch sehen/spüren, dass sie mich da in eine Zwickmühle bringen, die müssen mein Bedürfnis doch erkennen. Ich bin auch so, dass ich sehr lange nix sag und mir denk, das werden die dann schon merken. Und gerade mein Mann sagt dann oft, ich soll’s ihm doch einfach klar kommunizieren, mein Bedürfnis, dann kann er auch drauf eingehen, denn manchmal sieht ers eben einfach nicht. In diesem Sinne: vielleicht brauchts ja wirklich manchmal einfach nur den Mut die Dinge beim Namen zu nennen und die Mamas zu bitten beim nächsten Mal doch einfach vorher anzurufen. Oder ist das zu einfach gedacht? Liebe Grüße, Iris

    • Hallo liebe Iris! Ja – ich bin auch von der Sorte! Wir sollten oft einfach klarer kommunizieren … laut – und nicht nur denken! Ich habs auch (am Grantler-Nurwirmädls-Tag) versucht – zuerst diplomatisch und ruhig. Aber die Reaktion der Mama war so daneben dass ich fast den Raketenantrieb in mir gespürt hab. Daraufhin bin ich versteinert … Da ging nix mehr! Aber der Blog hat mir beim verdauen geholfen … und das Feedback gibt Impulse! Danke dir!!! Lieben Gruß, Caro

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